
Wir leben weiterhin in politisch turbulenten Zeiten, alles was gerade Thema in den Tageszeitungen ist erscheint als brandwichtig, wird oberflächlich behandelt, bis das nächste Thema kommt. Studierende werden oft vergessen, als Bittsteller oder sogar als eine privilegierte Klasse behandelt. Das führt dazu, dass die Studierende oft auf der Strecke liegen bleiben. Das muss so aber nicht sein! Dafür braucht es eine laute und partei-unabhängige Hochschüler*innenvertretung!
Für uns, die FL, sind Studierende nicht Roboter, die eine Berufsausbildung möglichst schnell und unkritisch abschließen sollen. Solche Bildungsmodelle und Weltbilder lehnen wir stark ab.
Für die Unabhängige Fachschaftsliste ist das Recht auf Bildung ein unabdingliches Recht, dazu gehört:
- Der freie Zugang zu Studien
- Das Recht auf Fairness, Qualität und Transparenz im Studium
- Das Recht auf ein finanziell bewältigbares Studium
Welche Projekte sind uns wichtig?
In den letzten Jahren haben wir uns als FL an der ÖH Uni Wien auf eine konstruktive Zusammenarbeit konzentriert. Besonders stolz sind wir auf unsere angenommenen Anträge zur erweiterten Förderung sozialökologischer Abschlussarbeiten, zur Erweiterung der Therapieangebote und zur LV-Transparenz bei Pflichtlektüren.
Hier sind auch einige Forderungen für die nächste Periode:
- Mehr STEOP Antritte im Semester
- Moderiertes Studi-Forum, unabhängig von kommerziellen und nicht-studentischen politischen Interessen (zB Twitter/X, Meta)
- Mehr Ressourcen und Unterstützung für lokale Studienvertretung und Basisgruppen, um für Studierende direkter dazu sein
- Erlass des Studienbeitrags, unter anderem bei Erwerbstätigkeit oder für Erziehende
- Angemessene und rechtlich geregelte Bezahlung von Praktika – auch bei wissenschaftlichen Arbeiten, die über die vorgesehenen ECTS hinausgehen
- Abschaffung der Latein-Zusatzprüfung
- Möglichkeit der Anmeldung für nachfolgende Lehrveranstaltungen, wenn Note nicht rechtzeitig eingetragen ist
- Wiederholbarkeit von einzelnen Teilleistungen bei Lehrveranstaltungen
- Öffnung der Hörsäle und Seminarräume als Lernplätze
Wofür stehen wir und wieso tretet ihr zur ÖH Wahl an? Was sind eure politischen Ziele?
- Wir sind für ein barrierefreies, leistbares und qualitativ hochwertiges Studium und sind der Überzeugung, dass Studierendenvertretung am besten unabhängig vom Einfluss von Landes- und Bundesparteien funktioniert.
- Wir stehen für Chancengleichheit und sprechen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung aus.
- Um allen Studierenden gegenüber der Universität und der Regierung mehr Gehör zu verschaffen, sehen wir die Stärkung von lokalen Basisgruppen und den Studienvertretungen als besonders wichtig.
Durch unsere Erfahrungen als Studienvertreter*innen und unsere enge Zusammenarbeit mit anderen ÖH-Vertretungen kennen wir das Studienrecht sehr gut und wissen, welche Änderungen an der Uni Wien möglich und nötig sind!
Wie ist eure Position zum allgemeinpolitischen Mandat?
Unabhängig ist nicht gleich unpolitisch.
Wir verstehen uns als repräsentative politische Fraktion und stehen für nachhaltige, queer-feministische Politik und soziale Gerechtigkeit. Wir sind gegen jegliche diskriminierende (inklusive antiwissenschaftliche) und autoritäre Bewegungen und verurteilen diese scharf.
Das allgemeinpolitische Mandat ist unserer Meinung nach unabdingbar und wir sehen darin die Verantwortung, Studierende gewissenhaft nach außen zu vertreten. Eine rein unpolitische ÖH mag dem Status quo dienen, aber nicht den Studierenden!